Aktuelles

Auslobung Wettbewerb STUA 2021

Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2021:

Städte gestalten – Industriekultur bewahren und erleben

Sachsen-Anhalt blickt stolz auf seine Industriegeschichte zurück. Auf Schritt und Tritt begegnen uns zwischen Altmark und Elstertal, Harz und Annaburger Heide Zeugen der Industriekultur, welche uns viele technische Denkmale und gebaute Monumente hinterlassen haben. Industriekultur weckt die Neugier von Jung und Alt. Sie symbolisiert gleichermaßen monumentale technische Artefakte wie auch eine ganz eigene Mentalität, die Landschaften verändert und uns das heute vertraute Leben erst möglich gemacht haben.

Das Kompetenzzentrum Stadtumbau in der SALEG ruft gemeinsam mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt zur Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb um den Stadtumbau Award 2021 „Städte gestalten – Industriekultur bewahren und erleben“ auf! Der Wettbewerb ist ein Beitrag zur Initiative des Landes Sachsen-Anhalt „INDUSTRIE+KULTUR+GESCHICHTE ERLEBEN“.

Sie sanieren ein Monument der Industriekultur, nutzen es neu und vermitteln seine Geschichte? Sie entwickeln an diesem Ort neue Formen des Wohnens, der Bildung und Forschung, der Kunst und Kultur? Dann bewerben Sie sich für den Stadtumbau AWARD Sachsen-Anhalt 2021 und machen Sie lebendige Industriekultur erlebbar!

Ziel des Wettbewerbs ist es, den baulichen Fonds des industriellen Zeitalters in seiner Rolle als Ressource für Stadtentwicklung und Baukultur besonders hervorzuheben. Relevante Aspekte dabei können sein:

 

  • Architektur, Kunst & Design: Industriekulturelle Objekte als Ideenstifter für die Verbindung von Denkmalschutz und Immobiliennutzung
  • Integration von Bildung und Forschung: Industriekultur vermitteln; Bildungsangebote bzw. -aktivitäten entwickeln
  • Wirtschaft und Arbeit: Entstehung neuer Wirtschaftszweige; Erforschung, Erprobung und Etablierung neuer Produktions- und Arbeitsformen
  • Politik und Gesellschaft: geeignete Rahmenbedingungen für Vereine, Initiativen, Private, Stiftungen, als Treiber für die Entwicklung neuer Nutzungs- und Eigentumsformen (shared economy, Co-Working etc.)
  • ressourcensparend – generationengerecht – klimaneutral:
    nachhaltige Energieversorgung und Infrastruktur; CO2-Neutralität; Ressourcenschonung; verantwortungsvoller, respektvoller Umgang mit dem prägenden Charakter des Objekts auf Landschaft und Schutzgüter
  • neue Vermittlungsformen für kulturelle Bildung und Kulturtourismus: Industriekultur erlebbar machen; neue Kooperationsformen: Vernetzung und gemeinsame Angebote mit anderen Zeugen der Industriekultur sowie anderen Kultur- und Bildungspartnern
  • Digitalisierung und neue Kommunikationswege (mit Bezug auf einen oder mehrere der o. g. Aspekte)

Wettbewerbsunterlagen

Alle Eigentümer, Projektträger, Initiativen sowie Planer, die sich für die Erhaltung und Nutzung von Zeugnissen der Industriekultur in Sachsen-Anhalt engagieren, sind aufgerufen sich zu bewerben.

Für Ihre Bewerbung für den Stadtumbau Award 2021 senden Sie bitte das Bewerbungsformular mit 10 Fotos und einem einfachen Lageplan bis zum 10.Mai an die E-Mail-Adresse des Kompetenzzentrums Stadtumbau in der SALEG – Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft mbH:

AWARD21@kompetenzzentrum-stadtumbau.de

Download Bewerbungsformular Stadtumbau Award 2021

Nominierung und Bewertung der Wettbewerbsbeiträge

Nach Eingang Ihrer Bewerbung wird das Kompetenzzentrum Stadtumbau gemeinsam mit Vertretern des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt alle Bewerbungen sichten und bewerten. Die Mitwirkung des Ministeriums für Kultur sowie des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege ist angefragt. Im Ergebnis dieser Vorauswahl werden 12 Bewerbungen für den Wettbewerb nominiert.
Diese 12 Projekte werden anschließend von Mitgliedern der Jury für den Stadtumbau Award 2021 besucht. Dabei sollten die Jurymitglieder die Möglichkeit erhalten, dass eingereichte Projekt zu besichtigen und mit Eigentümern, Bauherrenvertretern und Nutzern ins Gespräch zu kommen. Wünschenswert wäre auch das Gespräch mit den Architekten, die das Projekt geplant haben und ihre Planungen kurz erläutern.

Die Jury kommt dann zu ihrer Jurysitzung zusammen und wählt fünf Bewerbungen für die Engere Wahl und daraus den Gewinner des Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2021.

Der Stadtumbau Award wird voraussichtlich im November 2021 verliehen. Dabei werden auch die nominierten Beiträge und die Beiträge der Engeren Wahl präsentiert. Der konkrete Termin und Ort der Verleihung des Stadtumbau Award 2021 wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Bewerbungsfrist endet am 10. Mai 2021

Hinweis: Die eingereichten Beiträge verbleiben beim Auslober. Mit der Einreichung der Bewerbungsunterlagen überträgt der Teilnehmer den Auslobern die einfachen Nutzungs- und Veröffentlichungsrechte am Beitrag und an allen eingereichten Bildern und Dokumenten. Das Urheberrecht der Verfasser bleibt davon unberührt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Auslober sind berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Beiträge ohne Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.

Jeder Teilnehmer erklärt sich durch seine Beteiligung am Wettbewerb mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen einverstanden.

Weitere Hinweise und Informationen entnehmen Sie bitte dem Bewerbungsformular für den Stadtumbau Award 2021.

Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2020: Der Preis geht nach Lutherstadt Wittenberg!

© Viktoria Kühne

In einer online per Video-Live-Stream übertragenen Preisverleihung ist heute, am 27. Januar 2021, der „Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2020“ verliehen worden. Den Landeswettbewerb, der in 2020 im Zeichen des Jubiläums „30 Jahre Sachsen-Anhalt“ stand, gewann die Lutherstadt Wittenberg!

Die Jury würdigte mit dem Preis im Besonderen die beharrliche und vorausschauende Sanierung und Erneuerung der historischen Altstadt Wittenbergs in den vergangenen drei Jahrzehnten. IBA-Projekt und Netzwerk „Campus Wittenberg“ hatten die Profilierung einer neuen Bildungslandschaft aus staatlichen, privaten und kirchlichen Bildungseinrichtungen initiiert. Zudem war es mit Blick auf das 500. Reformationsjubiläum 2017 gelungen, in Gemeinsamkeit von Land, Evangelischer Kirche, Stadt und Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt Reformationsgedenkstätten und touristische Infrastruktur neu zu ordnen. Preisgekrönte Neubau- und Sanierungsvorhaben wurden realisiert.

Lutherstadt Wittenberg steht in diesem Sinne stellvertretend für den in 30 Jahren Sachsen-Anhalt geleisteten Stadtumbau, eine Erfolgsgeschichte, wie der Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt und Schirmherr Thomas Webel betonte: „Sachsen-Anhalt ist ein lebens- und wohnenswertes Bundesland für Jung und Alt, für Singles und Familien. Und das unterstreicht auch der Stadtumbau Award. Zum Doppeljubiläum – 30 Jahre Sachsen-Anhalt und 30 Jahre Stadtumbau – ehren wir eine städtebauliche Gesamtstrategie mit nachhaltiger Wirkung, in die das bürgerschaftliche Engagement aktiv mit eingebunden ist. Der Preis ist somit Auszeichnung für Mut, Innovationsgeist und Durchhaltevermögen all derer, die Preisverdächtiges, Preiswürdiges und Vorbildhaftes beim Stadtumbau in unserem Land geleistet haben.“

In einem dreistufigen Wettbewerbsverfahren unter 46 Stadtumbaustädten des Landes hatte ein Nominierungsgremium 15 aus 30 Städten unter einheitlichen Parametern untersucht und bewertet. Am 27. Mai 2020 traf die interdisziplinäre Expertenjury, darunter Akteure auf Bundes- und Landesebene, ihre Engere Wahl mit Aschersleben, Hansestadt Stendal, Lutherstadt Eisleben, Lutherstadt Wittenberg sowie Naumburg (Saale) – und kürte den Sieger.

Im Sommer 2020 produzierte Filme mit Porträts dieser fünf wurden während der Preisverleihung digital uraufgeführt. Die gemeinsamen Auslober, das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr sowie das Kompetenzzentrum Stadtumbau Sachsen-Anhalt, waren via Livestream zugeschaltet. Minister Thomas Webel verkündete aus seinem Ministerium feierlich den Preisträger. Kompetenzzentrum-Geschäftsführer Thomas Poege übergab Corona-konform vor Ort Plakette, Urkunde und DVD mit dem Film an den Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg Torsten Zugehör, dazu auch das flankierend zum Award erschienene Buch „Stadtumbau 30“. Die Publikation spiegelt in atmosphärischen Städtebildern das Erreichte wider, lässt Protagonisten sprechen und würdigt die große Gemeinschaftsleistung.

Siegerstadt Wittenberg

 

Zum Überblick der teilnehmenden Städte

Stadtumbau Award 2020

Preisverleihung: am 27.01.2021, 15:00 Uhr

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Die Verleihung des Stadtumbau Awards 2020 findet aufgrund der Covid-19-Pandemie am 27. Januar 2021 ab 15:00 Uhr als Online-Veranstaltung statt. Die Journalistin Cornelia Heller wird die Live-Übertragung moderieren und sowohl in das Büro des Ministers für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel,  als auch zum Geschäftsführer des Kompetenzzentrum Stadtumbau, Thomas Poege, schalten. Daneben werden in fünf Kurzfilmen ganz besonders gelungene Beispiele sachsen-anhaltischer Stadtentwicklung in den letzten 30 Jahren portraitiert. Die Übertragung wird ca. 45 Minuten dauern. Wir freuen uns bereits jetzt über Ihr Interesse an einer ungewöhnlichen und spannenden Veranstaltung.

Den Link zur Live-Übertragung finden Sie ab dem 25. Januar auf dieser Seite.

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Kooperationsvereinbarung zwischen Kompetenzzentrum und der Stadt Zeitz geschlossen

Der Strukturwandel im MItteldeutdschen Revier nimmt zunehmend Fahrt auf. Neben der Übergabe eines Fördermittelbescheids zum Aufbau eines Digitalisierungszentrums in Zeitz durch den sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff, wurde am 23. Oktober 2020 zwischen der Stadt Zeitz und und dem Kompetenzzentrum Stadtumbau eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Das Kompetenzzentrum leistet im Rahmen der Vereinbarung u.a. Unterstützung beim Aufbau eines Projektbüros „Stadt der Zukunft“ und bei der Erstellung eines Masterplans für die Stadt Zeitz.

© Stadt Zeitz

Stadtumbau Award 2020 – 30 Jahre Sachsen-Anhalt

Der Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt geht in die nächste Runde: Ursprünglich sollte am 26. November 2020 die Verleihung des Stadtumbau Awards Sachsen-Anhalt stattfinden – aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung verschoben werden. Nun möchten der Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel, und der Geschäftsführer des Kompetenzzentrum Stadtumbau, Thomas Poege, die Auszeichnung am 27. Januar 2021 ab 17.30 Uhr im Kurhaus der Stadt des Vorjahressiegers, Bernburg (Saale) der Siegerstadt übergeben.

In diesem Jahr schauen wir zurück auf 30 Jahre Sachsen-Anhalt – und 30 Jahre Stadtentwicklung. Der in dieser Zeit geleistete Stadtumbau ist eine Erfolgsgeschichte. Neben großen Wohngebieten an den Stadträndern konnten viele Innenstädte unter hohem baukulturellem Anspruch für die Stärkung von Heimatgefühl und Identität ihrer Bewohnerinnen und Bewohner revitalisiert, zu neuem Glanz geführt und entwickelt werden. Nachhaltige und integrierte Stadtentwicklungsstrategien mit mutigen und innovativen Ansätzen legten hierfür die Grundlage, neue Kooperationsformen und Bürgerbeteiligungsverfahren wurden erprobt und etabliert.

In einem dreistufigen Wettbewerbsverfahren wurden alle 46 Stadtumbaustädte des Landes hinsichtlich der Parameter „Städtebauliche Gesamtstrategie“, „Strategische Projekte der Stadtentwicklung“, „Nachhaltige Wirkung“, „Einbindung der Bürgerschaft“, „Baukultureller Anspruch“ und „Beitrag zur Identitätsstiftung“ bewertet. Die 30 am besten bewerteten Städte verblieben im Verfahren. Ein Nominierungsgremium mit Experten aus dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, der Architektenkammer Sachsen-Anhalt, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Kompetenzzentrum Stadtumbau nominierten aus diesen wiederum 15 Städte, die für den Stadtumbau Award 2020 nominiert wurden. Diese Städte sind:

  • Aschersleben
  • Bernburg (Saale)
  • Dessau-Roßlau
  • Halberstadt
  • Halle (Saale)
  • Hansestadt Stendal
  • Hansestadt Tangermünde
  • Köthen (Anhalt)
  • Lutherstadt Eisleben
  • Lutherstadt Wittenberg
  • Magdeburg
  • Naumburg (Saale)
  • Sangerhausen
  • Welterbestadt Quedlinburg
  • Wernigerode

Diese Städte wurden im Frühjahr von den Preisrichtern des Stadtumbau Awards besucht und im Rahmen der Preisgerichtssitzung, die am 27. Mai 2020 im Kompetenzzentrum Stadtumbau stattfand, reflektiert. Dem Preisgericht hörten an:

  • Steffen Gurke (Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr)
  • Wolfgang Kil (Architekturkritiker und Publizist)
  • Thomas Poege (Geschäftsführer Kompetenzzentrum Stadtumbau)
  • Joachim Stappenbeck (Referatsleiter Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr i.R.)
  • Prof. Axel Teichert (Präsident der Architektenkammer Sachsen-Anhalt)
  • Monika Thomas (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat)
  • Dr. Ulrike Wendland (Landeskonservatorin, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
  • Petra Wesseler (Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung)
  • Prof. Martin zur Nedden (Honorarprofessor für „Stadtentwicklung und Regionalplanung“ HTWK Leipzig)

Im Rahmen der Preisverleihung am 27. Januar werden dem Publikum die fünf besten Projekte in Form von Kurzfilmen vorgestellt. Die Journalistin Cornelia Heller wird durch den Abend führen.

Smart Cities Made in Germany

Grafik: BMI

Im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Smart Cities Made in Germany“ wurde die Gemeinde Barleben als erste und einzige Kommune Sachsen-Anhalts von einer elfköpfigen Jury ausgezeichnet und erhält für das Projekt eine Förderung in Höhe von fast 1,3 Millionen Euro. Das Kompetenzzentrum hatte in Zusammenarbeit mit der Informationsgesellschaft Teleport am Bewerbungsprozess der Gemeinde intensiv mitgewirkt.

Mit der Smart-Cities-Initiative unterstützt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Kommunen dabei, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Ziel des Förderprogrammes ist es, sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben.

Nach einer zweijährigen Strategieentwicklungsphase sollen im Rahmen einer auf 5 Jahre angelegten Umsetzungsphase u.a. die digitale Aufwertung des öffentlichen Raumes und ein Multimobilitätskonzept realisiert werden.

Das Kompetenzzentrum organisiert im weiteren Projektverlauf den regionalen und überregionalen Wissenstransfer im Rahmen seiner öffentlicher Veranstaltungen.

Gemeinsam Wohnen in Nachkriegsarchitektur

Masterthesis von Carlotta Bartels im Studiengang Architektur

In das ehemalige Verwaltungsgebäude des volkseigenen Betriebs Bau- und Montagekombinat Chemie in Halle an der Saale zieht wieder Leben ein. Das leerstehende Bauwerk aus den 1960er Jahren wird saniert und in eine neue Nutzung überführt. Das Revitalisierungskonzept sieht ein inklusives und generationsübergreifendes Wohnungsbauprojekt vor, welches zugleich als Anziehungspunkt für die Nachbarschaft fungieren soll. Dabei bleibt der bauzeitliche Entwurfsgedanke – das Zusammenspiel von strenge und Beschwingtheit – weiterhin erlebbar. Exemplarisch steht der Gebäudeentwurf für einen nachhaltigen Umgang mit Nachkriegsarchitektur.

Zusammenfassung der Masterthesis (pdf)

Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2019

„Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2019“ wurde verliehen: Der Preis geht nach Bernburg (Saale)!

In Aschersleben, einer der beiden Siegerstädte des „Stadtumbau Award 2018“, ist am 6. November 2019 im Rahmen einer festlichen Preisverleihung im Bestehornhaus der „Stadtumbau Award 2019“ verliehen worden. Als Sieger des Landeswettbewerbs, der in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft Wohnen“ stand, konnte die  Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH mit ihrem Bauvorhaben am „Saalplatz“  gekürt werden. Der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft war in besonderer Weise die Revitalisierung eines ganzen Gebäudeensembles gelungen. Die BWG setzte sich gegen 28 Bewerber durch, von denen es elf bis in die Nominierungsrunde geschafft hatten. Fünf davon kamen in die „Engere Wahl“. Aus deren Mitte ermittelte eine interdisziplinäre Jury den Preisträger.
Fünf Filme setzten während der Preisverleihung die in die „Engere Wahl“ gekommenen Projekte in Szene, vertiefende Interviews mit Vertretern der Städte schlossen sich an. Prof. Ingo Andreas Wolf, der dem Preisgericht als Vorsitzender vorstand, würdigte in seiner Laudatio die beispielhaften und beispielgebenden Stadtumbauprojekte der elf Nominierten und des Siegers, sie „zeigen, wie exzellente bauliche und freiräumliche Gestaltung unsere Städte in ihrer individuellen Entwicklung stärkt und Zukunftsfähigkeit generiert“. Die gemeinsamen Auslober, der Minister für Landesentwicklung und Verkehr Thomas Webel sowie der Geschäftsführer des Kompetenzzentrum Stadtumbau Thomas Poege, übergaben an den Preisträger Plakette und Urkunde nebst DVD mit dem Film. Der Award ist nicht dotiert. 

Die thematische Vielfalt des Wettbewerbs „Zukunft Wohnen“ reichte von besonders identitätsstiftenden Wohnprojekten, über das klimafreundliche Wohnen mit beispielhaften Ansätzen für Energieeinsparung, CO2-Reduktion und Nutzung regenerativer Energien bis hin zu wohnortbezogenen Angeboten zur Förderung einer umweltfreundlichen Mobilität. Im Fokus stand zudem der Einzug der Digitalisierung in den Wohnbereich zugunsten höherer Wohn- und Lebensqualität. Diese Spannbreite spiegelte die flankierende Ausstellung der elf Nominierten. Der Stadtumbau Award hatte sich an Bauherren (Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsgenossenschaften, Kommunen und andere Investoren) gewandt, die im Rahmen des Stadtumbaus in Sachsen-Anhalt ein zukunftsweisendes Neubau-, Sanierungs- oder Umbauvorhaben realisierten. 

Die fünf der „Engeren Wahl“
Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH: „Saalplatz“
Halberstädter Wohnungsgesellschaft mbH: „Lindenhof- Terrassen“
GWG Halle-Neustadt mbH: „Studentisches Wohnen in Halles neuer Mitte“
Hallesche Wohnungsbaugenossenschaft Freiheit mbH: „Königsviertel“
Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH: „Beimssiedlung – Sanierung eines Flächendenkmals“ 

Die elf Nominierten:
– Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH: „Saalplatz“
– Halberstädter Wohnungsgesellschaft mbH: „Lindenhof- Terrassen“
– Bauverein Halle-Leuna eG: Energie- und KlimaQuartier „Lutherviertel“
– WG Gesundbrunnen Halle eG: Familienwohnanlage „KirschGarten“
– GWG Halle-Neustadt mbH: „Studentisches Wohnen in Halles neuer Mitte“
– GWG Halle-Neustadt mbH: Anders Wohnen und attraktive Grundrisse im grünen Umfeld
– Hallesche Wohnungsbaugenossenschaft Freiheit mbH: „Königsviertel“
– Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle-Merseburg eG: „Parkviertel Halle“
– Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH: „Beimssiedlung – Sanierung eines Flächendenkmals“
– SWB Städtische Wohnungsbau GmbH: Kompetenzzentrum Demenz „Anker“
– Wittenberger Wohnungsbaugesellschaft: „Wohnpark West Wittenberg“

 

Merseburg: Perspektiven für das ehemalige Polizeirevier

Über ein halbes Jahr lang haben sich 20 Masterstudierende der Berliner Hochschule Beuth unter Leitung von Prof. Mara Pinardi und Dipl.-Ing. Alexandra Schubert in Merseburg mit Fragen der Stadtentwicklung auseinandergesetzt. Die Ergebnisse stellt die Ausstellung „Merseburg – Perspektiven für das ehemalige Polizeirevier“ vor, die am 20. November 2019 um 17 Uhr im Ratssitzungssaal des Alten Rathauses in der Burgstraße 1 – 5 eröffnet wird. Die Stadt Merseburg und das Kompetenzzentrum Stadtumbau des Landes Sachsen-Anhalt laden hierzu herzlich ein.Aufgabe des Masterprojekts war es, für das seit nunmehr zwölf Jahren leerstehende ehemalige Polizeirevier in der Siegfried-Berger-Straße neue Nutzungsoptionen verbunden mit realisierbaren architektonischen Lösungen aufzuzeigen.  Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Stadt und mit ihren Schwächen und Potentialen bildete einen wesentlichen Aspekt bei der Suche nach einer passenden Nutzung für das Gebäude. Die Stadt Merseburg als Dom und Hochschulstadt besitzt umfangreiche Potentiale, etwa für eine Stärkung des Tourismus und der Lebendigkeit in der Innenstadt.
Zur Festlegung der neuen Nutzung sollten Szenarien unter Berücksichtigung der besonderen zentralen Lage und der möglichen Synergien entwickelt werden.

Ausstellungseröffnung:
20. November 2019, 17:00 Uhr, Ratssitzungssaal im Alten Rathaus, Burgstraße 1-5

Ausstellung:
21. November bis 06. Dezember 2019, während der Öffnungszeiten des Bürgerservice im Alten Rathaus, Flur im 1. OG, Burgstraße 1-5

Ein Land kann Wandel

„Ein Land kann Wandel – Zukunftsplan Städtenetz Sachsen-Anhalt“ erschienen
Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sind so groß, wie sie vielfältig sind: Digitalisierung, Verkehrswende, Globalisierung und Klimawandel  haben Einfluss auf die Frage, wie wir morgen leben wollen. Angesichts dieser globalen Trends und Treiber ist es von Bedeutung, die Wirkungslogik gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklungen auf die Städte in Sachsen-Anhalt zu verstehen, aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Vor diesem Hintergrund hat das Kompetenzzentrum die Publikation „Ein Land kann Wandel – Zukunftsplan Städtenetz Sachsen-Anhalt“ vorgelegt. Das Papier versteht sich dabei als zusammenfassendes Leitbild und Leitlinie für die Landes- und Regionalentwicklung, für zukünftige Förderpolitik und für politische Entscheidungsträger.

Ein Land kann Wandel (Langfassung Deutsch)
Ein Land kann Wandel (Kurzfassung Deutsch)
Ein Land kann Wandel (Kurzfassung English)