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25. Städtenetzkonferenz im Magdeburger Gesellschaftshaus: Städtebauförderung wirkt – und sie braucht starke Kommunen

Am 8. Oktober kamen zur 25. Städtenetzkonferenz des Kompetenzzentrums im Magdeburger Gesellschaftshaus mehr als 80 Menschen aus Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Städtebauförderung vor Ort wirkt – und wie Kommunen sie jetzt und in Zukunft wirksam nutzen können.

Die Vorträge setzten wichtige Akzente:

👉 Anna Stratmann vom DIE STADTENTWICKLER.BUNDESVERBAND zeigte: Städtebauförderung schafft Wohnraum und Beschäftigung und stärkt den sozialen Zusammenhalt.

👉 Florian Winter von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. machte deutlich: Weniger Verwaltungsaufwand, verlässliche Kofinanzierung und starke ISEKs sind zentrale Voraussetzungen für eine bessere Förderpraxis.

👉 Dr. Reinhard Aehnelt vom Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik gab Einblick in die Begleitforschung: Die Förderung erreicht viele Menschen und unterstützt Kommunen bei wichtigen Aufgaben – zugleich bleiben Herausforderungen bei der Umsetzung.

👉 Maik Grawenhoff vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales LSA stellte mit STELLA.ST den Weg zu durchgängigen digitalen Verfahren im Zusammenhang mit der Städtebauförderung vor, die Antragstellung, Bearbeitung und Fördermittelmanagement erleichtern sollen.

👉 Dr. Alanus von Radecki vom DKSR – Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen stellte das Kooperationsprojekt mit dem Kompetenzzentrum „Planungsdaten auf Knopfdruck“ vor und warb für eine gemeinsame digitale Datenbasis: Planungsdaten einmal anbinden, mehrfach nutzen und so Kommunen bei ISEKs und Entscheidungen entlasten.

👉 Marcus Weise, Bürgermeister der Stadt Harzgerode, zeigte am Beispiel Alexisbad: Auch eine kleine Stadt kann mit Engagement, tragfähigen Partnerschaften und Geduld den Weg in die Städtebauförderung schaffen.

👉 Andrea Böhm und Stefanie Walther berichteten aus Stadt Naumburg, wie durch das Weiterdenken des Bestands aus dem historischen Schlachthof eine neue Heimat für das kleinste Stadttheater Deutschlands entstehen konnte.

Ministerin Dr. Lydia Hüskens ermutigte in ihren einführenden Worten die Kommunen des Landes, weiter auf die Städtebauförderung zu setzen. Sie betonte, dass ihre Wirkung besonders groß sei und öffentliche Mittel hier sehr sinnvoll und mit großer Anstoßwirkung eingesetzt würden.

Die klare Botschaft der Konferenz: Städtebauförderung wirkt. Sachsen-Anhalt arbeitet daran, den Kommunen den Zugang dazu zu erleichtern – durch Digitalisierung und bessere Planungsgrundlagen.

Die Präsentationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Veranstaltungen | Kompetenzzentrum Stadtumbau

Dritter interkommunaler Fachworkshop in Halle (Saale): Planungsdaten auf Knopfdruck – vom Pilotprojekt zur kooperativen Dateninfrastruktur

Wie gelangen Kommunen schneller von der Datensuche zur fundierten Planung? Diese Frage war ein wichtiger Ausgangspunkt des 3. Interkommunalen Fachworkshops der Landesinitiative Smart City / Smart Region am 29. September in den SaltLabs Halle (Saale) – aber sie war längst nicht die einzige. Das Kompetenzzentrum Stadtumbau hat ihn gemeinsam mit dem Ministerium für Infrastruktur und Digitales ausgerichtet und mit der Unterstützung von Dorothee Maniere von City&Bits und Dr. Marco Brunzel umgesetzt. Der Titel lautete „Kooperative Dateninfrastrukturen – vom Pilotprojekt zum interoperablen Datenökosystem“. Auf dem Programm standen eine technische Werkstatt zu unserem Pilotprojekt, ein Impuls der Stadt Halle (Saale) zum Digitalen Zwilling und eine gemeinsame Werkstatt zur Dateninfrastruktur im Land. 

Technische Werkstatt: der Proof of Concept „Planungsdaten auf Knopfdruck“ 

Den Ausgangspunkt des Pilotprojekts kennen viele Kommunen aus eigener Erfahrung. Wer Mittel aus der Städtebauförderung beantragen will, braucht ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und damit eine breite Datengrundlage. Viele dieser Daten sind zwar digital, aber über verschiedene Stellen und Fachämter verstreut und in unterschiedlichen Formaten abgelegt. Deshalb kostet schon die Beschaffung viel Zeit, bevor die eigentliche Planung beginnen kann. Und bei jeder Fortschreibung beginnt die Suche von vorne… 

Hier setzt der Proof of Concept (PoC) an, den wir gemeinsam mit dem Datenkompetenzzentrum für Städte und Regionen (DKSR) erproben. Jonas Merbeth (DKSR) stellte ihn vor: Der PoC baut keinen weiteren zentralen Datenspeicher auf. Stattdessen erschließt er vorhandene Open Data und zugangsbeschränkte Daten über Schnittstellen und stellt sie für kommunale Planungsprozesse bereit. Das Ziel: Planungsgrundlagen sollen nicht mehr für jedes Konzept neu zusammengetragen werden. Sie sollen aktuell, visuell verständlich und auf Abruf bereitstehen. 

In den ersten beiden Anwendungsfällen haben wir exemplarisch gearbeitet und stellten den aktuellen Arbeitsstand vor: Ein Bevölkerungsdashboard bündelt GENESIS-Daten für alle Landkreise, inklusive Wanderungssalden und Altersstrukturen. Eine Erreichbarkeitsanalyse zeigt, wie gut Schulen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto in 10, 20 und 30 Minuten erreichbar sind. So werden unterversorgte Gebiete sichtbar. Die Software bindet Daten über Schnittstellen an und visualisiert sie nahezu ohne thematische Grenzen. Als Nächstes folgt ein Anwendungsfall zu Klima und Umwelt. Zwei weitere sind bewusst offen: Sie sollen aus den Fragen der Kommunen entstehen. Welche Auswertungen im Planungsalltag wirklich helfen, finden wir am besten gemeinsam heraus. Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf: kompetenzzentrum@saleg-service.de. 

Fragen und Anregungen aus der Werkstatt 

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden, wo der PoC im Verwaltungsalltag unterstützen kann, welche Voraussetzungen nötig sind und was nach der Pilotphase offen ist. 

  • Den größten Nutzen hat die Plattform dort, wo Kommunen regelmäßig berichten müssen. Eine Bedarfsanalyse soll klären, welche Berichte und Konzepte welche Daten brauchen, angefangen beim ISEK.
  • Auch die kommunale Wirtschaftsförderung kann die Daten nutzen, zum Beispiel für kurze, datengestützte Standortprofile. 
  • Wie aktuell die Daten sind, unterscheidet sich stark zwischen Fachämtern, Kommunen und Landkreisen. Neue Bewertungspflichten nach § 36a BauGB machen fehlende Daten besonders spürbar. 
  • Datenplattform und kommunales GIS ersetzen sich nicht. Sie ergänzen sich. 
  • Gerade kleinere Kommunen brauchen Arbeitsteilung, etwa mit Landkreisen, Hochschulen oder interkommunalen Partnern.  
  • Offen ist, wie der Betrieb nach der Pilotphase finanziert wird und wie ein Preismodell aussehen kann. Als Vision wurde ein „Spotify für Stadtplanung“ diskutiert: Kommunen hätten so gemeinsam und im Abo-Modell Zugriff auf Daten und Anwendungen. 

Impuls: HAL-Plan – Digitaler Zwilling für Planung und Beteiligung 

Andreas Blümner, Leiter des Teams Innovationsförderung der Stadt Halle (Saale), und Max Rudolph, Gründer der Follows You GmbH, stellten HAL-Plan vor. Das Planungswerkzeug zeigt städtische Projekte, Daten und Entwicklungen georeferenziert in 3D. Über eine Kommentarfunktion ist Beteiligung direkt im Modell möglich. Ihre Kernaussage: Visualisierung ersetzt keine Beteiligung, sie schafft aber eine gemeinsame Grundlage, um sich zu verständigen. Nachhaltig nutzbar ist ein Digitaler Zwilling nur, wenn die Kommune Daten, Schnittstellen und Betrieb langfristig selbst bestimmt. In HAL-Plan stecken fünf Jahre Entwicklung.  

Werkstatt: Kooperative Dateninfrastruktur in Sachsen-Anhalt 

Im zweiten Teil zeichneten die Teilnehmenden gemeinsam ein Gesamtbild der Dateninfrastruktur im Land. An einer Pinnwand sammelten sie vorhandene Bausteine, offene Themen und Anmerkungen. Zu den Bausteinen zählen die Geodateninfrastruktur, das Liegenschaftskataster, das Datenportal, das Beteiligungsportal Sachsen-Anhalt und HAL-Plan. Offene Themen gibt es reichlich. Für Bebauungspläne fehlt oft eine digitale Vorgangssteuerung, und viele Stellungnahmen kommen noch per E-Mail. Datenqualität, Kompetenzen und eine Inventur der vorhandenen Bestände brauchen mehr Aufmerksamkeit. Ein Wunsch zog sich durch den ganzen Austausch: Datenquellen gemeinsam sammeln. 

Schnell wurde es konkret: Eine Gemeinde möchte sehen, welche Windenergieflächen aus der Regionalplanung bereits genutzt werden. Dafür braucht es maschinenlesbare Landes- und Regionalpläne im Standard XPlanung. Bei Baustellen im Straßenraum fehlt oft der Überblick, wann welche Maßnahme ansteht. Eine Idee: das OZG-Breitbandportal zu einem Tiefbauportal ausbauen. Weitere Themen waren die Denkmalinventarisierung, maschinenlesbares Sanierungsrecht und Grundstücksauskünfte direkt aus vorhandenen Daten. Halle (Saale) stellt seine Gewerbeflächen bereits über das GIS bereit und will Bodenrichtwerte ergänzen. Auch zu HAL-Plan gab es Anregungen: Baurecht visualisieren, Planung für viele Zielgruppen anschaulich machen und alle Mitarbeitenden ausprobieren lassen. Denn eine Frage beschäftigt viele Verwaltungen: Wie überzeugt man das eigene Team von neuen Werkzeugen? 

Feedback, Lessons Learned und Ausblick 

Viele Teilnehmende nahmen mit, dass andere Kommunen an denselben Fragen arbeiten. Kritisch angemerkt wurde, dass grundlegende Basisdaten vielerorts noch fehlen. Das DKSR hielt dagegen: Oft reichen schon wenige Daten, um Zusammenhänge sichtbar zu machen. Für viele Fragestellungen gibt es zudem bereits erprobte Lösungen. Ein weiterer Punkt: Ein Stadtentwicklungskonzept umfasst schnell 200 Seiten oder mehr. Gute Visualisierungen helfen, daraus eine verständliche Geschichte zu machen, Entscheidungen vorzubereiten und innovative Handlungsempfehlungen abzuleiten.  
Der Workshop hat erneut gezeigt, wie wichtig der interkommunale Austausch im Themenfeld Smart City / Smart Region ist: Kommunen bringen unterschiedliche Kenntnisstände, Erfahrungen und laufende Vorhaben mit. Gerade deshalb können sie voneinander lernen, praxistaugliche Lösungen gemeinsam weiterentwickeln und vorhandenes Wissen besser nachnutzen. Genau deshalb soll dieser Prozess über das Kompetenzzentrum fortgesetzt werden. 

Weiter geht es am 8. Oktober 2026 ab 12:00 Uhr mit der 25. Städtenetzkonferenz im Gesellschaftshaus Magdeburg. Auch dort ist „Planungsdaten auf Knopfdruck“ Thema. Wir laden Sie herzlich dazu ein.  

25. Städtenetzkonferenz: Städtebauförderung im Wirkungsfeld von Fördervolumen, digitaler Innovation und kommunaler Handlungsfähigkeit

Die Städtebauförderung bleibt ein zentrales Instrument der Stadtentwicklung. Die Rahmenbedingungen verändern sich jedoch spürbar: Fördervolumen verschieben sich, Antrags- und Nachweisverfahren binden Personal, digitale Planungsgrundlagen fehlen vielerorts. Wie wirkt die Förderung im bundesweiten Vergleich? Mit welchen digitalen Innovationen erleichtert Sachsen-Anhalt den Kommunen den Zugang? Und was brauchen Städte und Gemeinden, damit digitale Planungsgrundlagen ihre Handlungsfähigkeit tatsächlich stärken.

Diesen Fragen widmet sich unter dem Titel:„Städtebauförderung im Wirkungsfeld von Fördervolumen, digitaler Innovation und kommunaler Handlungsfähigkeit.“

die 25. Städtenetzkonferenz des Kompetenzzentrum Stadtumbau Sachsen-Anhalt.

Die Konferenz führt drei Perspektiven zusammen. Den Auftakt bildet die bundesweite Ausgangslage mit der Wirkung der Städtebauförderung im Ländervergleich und den Rückmeldungen der Kommunen zu Digitalisierung, Verwaltungsaufwand und ISEK-Standards. Im Zentrum steht anschließend Sachsen-Anhalt: der Status quo der Förderung im Land, die Digitalisierungsstrategie des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales sowie der Ansatz, Planungsdaten für das ISEK auf Knopfdruck bereitzustellen. Den Abschluss bilden Erfahrungen aus der kommunalen Praxis. Harzgerode und Naumburg (Saale) zeigen als Mut machende Beispiele, was sich mit kreativen Ideen und der Städtebauförderung erreichen lässt.

Die Veranstaltung findet am 8. Oktober 2026 ab 12:00 Uhr im Gesellschaftshaus der Landeshauptstadt Magdeburg, Schönebecker Straße 129, 39104 Magdeburg statt.

24. Städtenetzkonferenz im Magdeburger Gesellschaftshaus: Impulse für die Innenstadt der Zukunft

In der vergangenen Woche fand unter dem Titel „Multifunktional. Lebendig. Zukunftsfähig. – Die Innenstadt im Wandel“ unsere 24. Städtenetzkonferenz statt. Fast 90 Teilnehmende kamen im Gesellschaftshaus Magdeburg zusammen – ein starkes Signal für die Relevanz des Themas und den großen Austauschbedarf.

Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie kann Multifunktionalität zur Revitalisierung unserer Innenstädte beitragen?

Die Diskussionen haben klar gezeigt: Die Innenstadt der Zukunft lebt nicht mehr von einer einzelnen starken Funktion. Weder Handel noch Wohnen, Kultur, Gastronomie, Verwaltung oder zivilgesellschaftliches Engagement allein sind die Lösung. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Funktionen, Akteuren und Räumen.

Unsere wichtigsten Lessons Learned:

🧩 Multifunktionalität ist Voraussetzung – entsteht aber nicht von selbst.
Sie muss aktiv entwickelt, abgestimmt und sichtbar umgesetzt werden.
🎯 Handel bleibt wichtig – aber in veränderter Rolle.
Weniger als alleiniger Frequenzbringer, stärker als Erlebnisanker im Nutzungsmix.
🏠 Wohnen stabilisiert Innenstädte.
Alltag schafft Kontinuität – oft wertvoller als einzelne Höhepunkte.
🎨 Kultur, Kreativwirtschaft und Zivilgesellschaft wirken aktivierend.
Sie beleben Leerstände, schaffen Identität und stärken Netzwerke.
🗝️ Die Kommune bleibt Schlüsselakteur.
Als Koordinator, Möglichmacher und Vertrauensstifter.
💡 Innenstadtentwicklung braucht Austausch und Lernfähigkeit.
Gute Beispiele müssen sichtbarer und übertragbarer werden.

Unser Fazit:
🌐 Nicht die einzelne Funktion revitalisiert die Innenstadt – sondern ein belastbares Zusammenspiel.

Vielen Dank an alle Referentinnen und Referenten, Gäste und Mitwirkenden für die starken Impulse und den intensiven Austausch!

Die Präsentationen können Sie hier herunterladen: Veranstaltungen | Kompetenzzentrum Stadtumbau

Jetzt wieder erhältlich: Crossmediale Publikation „stadtumbau 35 – Der Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2018 – 2025“

Mit so viel Interesse haben wir nicht gerechnet!
Die Nachfrage nach unserer crossmedialen Publikation „stadtumbau 35 – Der STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt“ war so groß, dass die erste Auflage schnell vergriffen war.
Deshalb haben wir eine 2. Auflage haben wir mit freundlicher Unterstützung des Ministerium für Infrastruktur und Digitales LSA beauftragt – und freuen uns, dass das Buch ab sofort wieder verfügbar ist!

Seit 2018 würdigt der STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt herausragende Projekte, engagierte Städte und innovative Ansätze der Stadtentwicklung. Zum 35. Landesgeburtstag ist daraus eine Publikation entstanden, die diese Entwicklungen sichtbar macht.

Mit dabei:
• 144 Seiten voller Einblicke in Stadtentwicklung, Aufbruch und zukunftsweisende Projekte
• QR-Codes zu Filmen, Plakaten und weiterführenden Informationen
• eine digitale Ausstellung
• Einblicke in prämierte Projekte und ihre Wirkung

Vielen Dank für das große Interesse und die vielen Bestellungen. Jetzt wieder kostenfrei erhältlich über kompetenzzentrum@saleg-service.de

Neue Publikationsreihe „Positionen – Perspektiven“ beleuchtet Trends und Perspektiven im Stadtumbau

Mit der Veröffentlichung des ersten Positionspapiers startet das Kompetenzzentrum Stadtumbau eine neue Publikationsreihe unter dem Titel „Positionen – Perspektiven“. Ziel der Reihe ist es, aktuelle Herausforderungen der Stadtentwicklung aufzugreifen, fachlich einzuordnen und Impulse für Praxis, Verwaltung und Politik zu geben.

Den Auftakt bildet die erste Ausgabe mit dem Titel „Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2025 – Spezifische Trends, Tendenzen und Schlussfolgerungen“. Das Positionspapier analysiert die eingereichten Projekte und arbeitet übergreifende Entwicklungen sowie zentrale Erkenntnisse für die zukünftige Stadtentwicklung heraus.

Mit der Veröffentlichungsreihe soll ein weiterer Baustein geschaffen werden, um Trends zu identifizieren, Wissen zu bündeln, Debatten anzustoßen und den fachlichen Austausch zu stärken.

Ausgabe 1 – „Stadtumbau Award Sachsen-Anhalt 2025 – Spezifische Trends, Tendenzen und Schlussfolgerungen“

Städtenetzkonferenz zum Thema „Innenstadt“ am 16. April 2026 in Magdeburg

Die klassische, monostrukturierte Innenstadt gehört der Vergangenheit an. Aber welche Funktionen tragen unsere Zentren wirklich in die Zukunft? Wie wandeln wir Nutzungskonflikte in echte Entwicklungschancen um? Am 16. April 2026 im Gesellschaftshaus Magdeburg führen wir die Perspektiven zusammen: Von Wohnen und Handel über die Kreativwirtschaft bis hin zu zivilgesellschaftlichen Impulsen.

Das Programm mit Referentinnen und Referenten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft finden Sie hier.

Neben den Vorträgen steht der persönliche Austausch im Fokus. Nutzen Sie den Mittagsimbiss sowie Kaffee und Kuchen am Nachmittag, um Vernetzungen zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam über die Zukunft unserer Städte zu diskutieren.

📅 Wann: 16. April 2026, ab 12:00 Uhr
📍 Wo: Gesellschaftshaus Magdeburg
📧 Anmeldung ab sofort per Mail: kompetenzzentrum@saleg-service.de

Seien Sie dabei und gestalten Sie mit! Wir freuen uns auf Sie.

Auslobung zum STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt 2026 veröffentlicht: „Städte gestalten – Zukunft findet Platz“

Zum neunten Mal wird 2026 der STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt verliehen. Das Kompetenzzentrum Stadtumbau in der SALEG Service GmbH richtet den Wettbewerb gemeinsam mit dem Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt unter dem Titel „Städte gestalten – Zukunft findet Platz“ aus und lädt zur Beteiligung ein.

Plätze prägen das Gesicht unserer Städte und Gemeinden. Sie sind Orte der Begegnung, des Austauschs und der Erholung und tragen wesentlich zur Lebensqualität und Identität einer Kommune bei. Ob Marktplatz, Bahnhofsvorplatz, Quartiersplatz oder Stadtpark – qualitätsvoll gestaltete öffentliche Räume schaffen Orientierung, verbinden Funktionen und stärken das städtische Miteinander.

Das Kompetenzzentrum Stadtumbau in der SALEG Service GmbH ruft gemeinsam mit dem Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt zur Teilnahme am Wettbewerb um den STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt 2026 unter dem Motto „Städte gestalten – Zukunft findet Platz“ auf.

Gesucht werden Projekte, die öffentlichen Räumen durch innovative Konzepte und qualitätsvolle Planung neue Impulse verliehen haben. Dazu zählen unter anderem Markt- und Bahnhofsvorplätze, Quartiers- und Grünflächen, historische Plätze mit zeitgemäßen Nutzungskonzepten, temporäre oder hybride Formate. Besonders berücksichtigt werden Vorhaben, die querschnittliche Themen wie Klimaanpassung, soziale Teilhabe, nachhaltige Mobilität, Barrierefreiheit oder partizipative Planungsprozesse integrieren. Voraussetzung ist die öffentliche Zugänglichkeit der Projekte.

Ausgezeichnet werden abgeschlossene Vorhaben, die innerhalb der vergangenen zehn Jahre realisiert wurden und deren Wirkung bis heute nachvollziehbar ist.

Zur Bewerbung eingeladen sind Städte und Kommunen ebenso wie Planungsbüros, Architektinnen und Architekten, Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten, Initiativen, Vereine sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Die Unterlagen zur Teilnahme am STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt 2026 können Sie sich hier herunterladen:

Download Auslobung STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt 2026

Download Bewerbungsformular STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt 2026 (Hinweis: die Datei muss im Adobe Reader geöffnet sein, um sie vollständig bearbeiten zu können)

Für Ihre Bewerbung um den STADTUMBAU AWARD Sachsen-Anhalt 2026 senden Sie bitte das Bewerbungsformular und den erforderlichen Anhängen bis zum 2. April 2026 an die E-Mail-Adresse des Kompetenzzentrum Stadtumbau AWARD26@kompetenzzentrum-stadtumbau.de. Der fristgerechte Eingang Ihrer Bewerbung wird Ihnen schriftlich per Mail bestätigt.

Wir freuen uns auf Ihren Wettbewerbsbeitrag und wünschen Ihnen viel Erfolg!

Jugendpresseball 2025: „Goldene Feder“ verliehen – Neuer MID-Sonderpreis zeichnet Beitrag zu Lost Places aus

Beim diesjährigen Jugendpresseball hat fjp>media erneut die „Goldene Feder“ verliehen – den traditionsreichen Preis des landesweiten Schülerzeitungswettbewerbs. In diesem Jahr gingen 39 Einreichungen ins Rennen: 25 Schülerzeitungen, 14 Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten sowie Beiträge in insgesamt acht Kategorien. Ausgezeichnet wurden Print-Zeitungen, Podcasts und Videobeiträge aus allen Schulformen – von Grundschulen über Förder- und Sekundarschulen bis hin zu Gymnasien.

Erstmals wurde 2025 der Sonderpreis des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales (MID) vergeben: Er entstand im Rahmen der Kampagne zum Stadtumbau Award 2025 des Kompetenzzentrum Stadtumbau, der unter dem Motto „Städte gestalten – Verloren geglaubte Orte wiederbeleben“ ausgelobt wurde. Prämiert wurden Arbeiten, die zeigen, welches Potenzial in verlassenen oder umgenutzten Orten steckt – sei es durch nachhaltige Ideen, architektonische Perspektiven oder Fragen der städtischen Identität (mehr unter www.stadtumbau-award.de).

Der mit 500 Euro dotierte Preis ging an Till Menzel für seinen Beitrag „Vom Third Place zum Lost Place“. Der Text überzeugte die Jury durch eine starke Rechercheleistung und die gesellschaftspolitische Relevanz des Themas.

Ausgezeichnete Analyse zum Clubsterben in Halle (Saale)

Menzel widmet sich in seinem Artikel dem Phänomen des Clubsterbens in Halle (Saale). Er beschreibt, warum Clubs als „Third Places“ – also soziale Orte jenseits von Zuhause und Arbeit – an Bedeutung verlieren. Gestützt auf soziologische Einschätzungen, unter anderem von Prof. Reinhold Sackmann, zeigt er, wie Clubs traditionell zur sozialen Durchmischung beitragen und für Jugendliche identitätsstiftend wirken. Menzel führt Entwicklungen wie Online-Dating-Plattformen, die Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Folgen als zentrale Gründe für die Schließungswelle an.

Die Laudatio auf den Preisträger hielt die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens. Sie würdigte Menzels Beitrag als wichtigen Impuls für die Diskussion über urbane Räume.

Den preisgekrönten Text können Sie hier lesen: Vom Third Place zum Lost Place – Hastuzeit

Städtenetzkonferenz „Digitale Stadtentwicklung und Smart City: Gemeinsam die digitale Zukunft bauen“

Seit Anfang 2023 vernetzt die Landesinitiative Smart City / Smart Region im Auftrag des Ministerium für Infrastruktur und Digitales zahlreiche Kommunen im Land und schafft Raum für echten interkommunalen Wissenstransfer. In Workshops, Fachgruppen und Pilotprojekten wurde intensiv daran gearbeitet, wie Digitalisierung, Daten und digitale Werkzeuge kommunale Aufgaben spürbar erleichtern können – von nutzbaren Planungsdaten über Bürger-Apps bis hin zu digitalen Zwillingen.

Zum Jahresende möchten wir diese gemeinsame Arbeit in den Mittelpunkt stellen und laden Sie herzlich zur Städtenetzkonferenz ein:
📅 Donnerstag, 11. Dezember 2025
🕛 ab 12:00 Uhr
📍 Gesellschaftshaus Magdeburg, Schönebecker Str. 129

Im Fokus der Veranstaltung stehen:
👉 Ergebnisse der sechs Unterarbeitsgruppen
👉 Konkrete Prototypen und interkommunale IT-Infrastrukturen
– z. B. Planungsdaten „auf Knopfdruck“, Digitale Satzungen, Digitaler Zwilling, Bürger-Apps
👉 Ein gemeinsamer Blick auf die nächsten Schritte für 2026/27
👉 Potenziale für Übertragbarkeit und relevante Fördermöglichkeiten

Wir freuen uns auf einen offenen Austausch und praxisnahe Impulse!

Bitte melden Sie sich per formloser E-Mail via kompetenzzentrum@saleg.de oder über unser Anmeldeformular an:

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme.