Beim diesjährigen Jugendpresseball hat fjp>media erneut die „Goldene Feder“ verliehen – den traditionsreichen Preis des landesweiten Schülerzeitungswettbewerbs. In diesem Jahr gingen 39 Einreichungen ins Rennen: 25 Schülerzeitungen, 14 Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten sowie Beiträge in insgesamt acht Kategorien. Ausgezeichnet wurden Print-Zeitungen, Podcasts und Videobeiträge aus allen Schulformen – von Grundschulen über Förder- und Sekundarschulen bis hin zu Gymnasien.

Erstmals wurde 2025 der Sonderpreis des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales (MID) vergeben: Er entstand im Rahmen der Kampagne zum Stadtumbau Award 2025 des Kompetenzzentrum Stadtumbau, der unter dem Motto „Städte gestalten – Verloren geglaubte Orte wiederbeleben“ ausgelobt wurde. Prämiert wurden Arbeiten, die zeigen, welches Potenzial in verlassenen oder umgenutzten Orten steckt – sei es durch nachhaltige Ideen, architektonische Perspektiven oder Fragen der städtischen Identität (mehr unter www.stadtumbau-award.de).

Der mit 500 Euro dotierte Preis ging an Till Menzel für seinen Beitrag „Vom Third Place zum Lost Place“. Der Text überzeugte die Jury durch eine starke Rechercheleistung und die gesellschaftspolitische Relevanz des Themas.

Ausgezeichnete Analyse zum Clubsterben in Halle (Saale)

Menzel widmet sich in seinem Artikel dem Phänomen des Clubsterbens in Halle (Saale). Er beschreibt, warum Clubs als „Third Places“ – also soziale Orte jenseits von Zuhause und Arbeit – an Bedeutung verlieren. Gestützt auf soziologische Einschätzungen, unter anderem von Prof. Reinhold Sackmann, zeigt er, wie Clubs traditionell zur sozialen Durchmischung beitragen und für Jugendliche identitätsstiftend wirken. Menzel führt Entwicklungen wie Online-Dating-Plattformen, die Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Folgen als zentrale Gründe für die Schließungswelle an.

Die Laudatio auf den Preisträger hielt die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens. Sie würdigte Menzels Beitrag als wichtigen Impuls für die Diskussion über urbane Räume.

Den preisgekrönten Text können Sie hier lesen: Vom Third Place zum Lost Place – Hastuzeit