Am 8. Oktober kamen zur 25. Städtenetzkonferenz des Kompetenzzentrums im Magdeburger Gesellschaftshaus mehr als 80 Menschen aus Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Städtebauförderung vor Ort wirkt – und wie Kommunen sie jetzt und in Zukunft wirksam nutzen können.

Die Vorträge setzten wichtige Akzente:

👉 Anna Stratmann vom DIE STADTENTWICKLER.BUNDESVERBAND zeigte: Städtebauförderung schafft Wohnraum und Beschäftigung und stärkt den sozialen Zusammenhalt.

👉 Florian Winter von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. machte deutlich: Weniger Verwaltungsaufwand, verlässliche Kofinanzierung und starke ISEKs sind zentrale Voraussetzungen für eine bessere Förderpraxis.

👉 Dr. Reinhard Aehnelt vom Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik gab Einblick in die Begleitforschung: Die Förderung erreicht viele Menschen und unterstützt Kommunen bei wichtigen Aufgaben – zugleich bleiben Herausforderungen bei der Umsetzung.

👉 Maik Grawenhoff vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales LSA stellte mit STELLA.ST den Weg zu durchgängigen digitalen Verfahren im Zusammenhang mit der Städtebauförderung vor, die Antragstellung, Bearbeitung und Fördermittelmanagement erleichtern sollen.

👉 Dr. Alanus von Radecki vom DKSR – Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen stellte das Kooperationsprojekt mit dem Kompetenzzentrum „Planungsdaten auf Knopfdruck“ vor und warb für eine gemeinsame digitale Datenbasis: Planungsdaten einmal anbinden, mehrfach nutzen und so Kommunen bei ISEKs und Entscheidungen entlasten.

👉 Marcus Weise, Bürgermeister der Stadt Harzgerode, zeigte am Beispiel Alexisbad: Auch eine kleine Stadt kann mit Engagement, tragfähigen Partnerschaften und Geduld den Weg in die Städtebauförderung schaffen.

👉 Andrea Böhm und Stefanie Walther berichteten aus Stadt Naumburg, wie durch das Weiterdenken des Bestands aus dem historischen Schlachthof eine neue Heimat für das kleinste Stadttheater Deutschlands entstehen konnte.

Ministerin Dr. Lydia Hüskens ermutigte in ihren einführenden Worten die Kommunen des Landes, weiter auf die Städtebauförderung zu setzen. Sie betonte, dass ihre Wirkung besonders groß sei und öffentliche Mittel hier sehr sinnvoll und mit großer Anstoßwirkung eingesetzt würden.

Die klare Botschaft der Konferenz: Städtebauförderung wirkt. Sachsen-Anhalt arbeitet daran, den Kommunen den Zugang dazu zu erleichtern – durch Digitalisierung und bessere Planungsgrundlagen.

Die Präsentationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Veranstaltungen | Kompetenzzentrum Stadtumbau